Flamenco in einer Handelsstadt am Nordrand der Sierra Nevada

Guadix In alter Zeit wichtige Handelsstadt am Nordrand der Sierra Nevada. Von der einstigen Bedeutung zeugen die Maurenburg (15. Jh.) und die Kathedrale mit Renaissance- Glockenturm und barocker Fassade. Nahebei die Höhlenwohnungen von Barrio de Santiago und die Höhlensiedlung v. Purullena. Huelva: Bedeutender Atlantikhafen (Export von Kupfererzen) und wichtige Industriestadt (Fischverarbeitung, Konserven, chemische Produkte). 1755 wurde die Stadt durch das Erdbeben von Lissabon zerstört. Sehenswert sind das nahe Kloster La Räbida und der kleine Hafen Palos de la Frontera, wo Kolumbus 1492 zu seiner Entdeckungsfahrt auslief.
Jaen: Am Rande der Sierra Jabalcuz gelegene Stadt mit bedeutender Olivenproduktion. einst Hauptstadt eines Taifa-Königreiches. Beachtung verdienen die Kathedrale (Andres de Vandelvira, Baubeginn 1540) mit schöner Ausstattung (u. a. Kirchenschatz und die verehrte Reliquie Santo Rostro), die Capilla San Andres (innen plateresker Stuck und prächtiges Ziergitter), das in einen Parador umgewandelte Kastell Santa Catalina und das Provinzialmuseum. Jerez de la Frontera: Die Stadt ist weltberühmt durch die in der Gegend angebauten Weine (viele Kellereien sind zu besichtigen). Sehenswert sind die Kirchen Santiago (spätgotisches Portal), San Miguel (gekachelter Turm), San Dionisio (Altar im Mudöjar-Stil) sowie prächtige Herrschaftshäuser. Lanjarön: Heilbad für Leber- und Nierenleiden mit malerischem Ortsbild nahe Las Alpujarras. Malage: Weltberühmte Weinstadt, durch ihre malerische Lage an einer Meeresbucht und besonders angenehmes Klima begünstigt. Von den Phöniziern gegründet und nacheinander von Griechen, Karthagern, Römern, Westgoten und Mauren besetzt, wurde die Stadt erst 1487 von den Christen zurückerobert. Sehenswert sind vor allem die Kathedrale (1528 an der Stelle einer Moschee von Diego de Siloö begonnen, durch Erdbeben teilweise zerstört, ab 1719 Auf- und [unvollendeter] Weiterbau), das Sagrario (16. Jh.) mit spätgotischem Portal und einem plateresken Retabel, der Erzbischöfliche Palast, die Ruinen der Alcazaba mit römischen Bauresten (in den sog. Cuartos de Granada ein archäologisches Museum und die ehem. Zitadelle Gibralfaro (14. Jh.) sowie das Museo de Bellas Artes (u.a. mit schöner Picasso-Sammlung). Nahe der Stadt die Finca de la Concepciön, ein herrlicher Park mit tropischen Gewächsen. Einer der ältesten und vornehmsten Badeorte an der Costa del Sol. Die Altstadt hat sich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Motril: Lebhaftes Landwirtschaftszentrum mit hübschem Fischer- u. Handelshafen. Koierja: Badeort mit herrlichem Blick auf Meer und Gebirge vom sog. Balkon Europas, einer palmengeschmückten Promenade. Nahe der Stadt riesige Tropfsteinhöhlen mit Spuren prähistorischer Besiedlung.
Osuna: Ehemal. Residenz der gleichnamigen Herzöge mit eleganten Barockpalästen, einer verschwenderisch dekorierten Barockkirche mit der Grabkapelle der Osuna. Puerto de Santa Marfa: Alter Fischerhafen und bedeutender Umschlagplatz für Jerez-Weine (sehenswert die Bodegas). Von Bedeutung die Burg San Marcos der Herzöge von Medinaceli.