Flamenco in Ronda

Ronda: Malerisch auf einem Felsplateau, das durch eine bis 150 m tiefe Schlucht geteilt wird, gelegene Stadt mit einer auf römische Ursprünge zurückgehenden Ciudad (Altstadt) und der Mercadillo genannten Neustadt. Drei Brükken, eine römische, eine maurische und die 1793 vollendete Puente Nuevo verbinden die Stadtteile. Die 1785 erbaute Arena im Mercadillo ist beachtenswert, ebenso der Park Alameda de Jose Antonio. Die eigentlichen Sehenswürdigkeiten jedoch liegen in der Altstadt: die auf den Ruinen einer Moschee erbaute Kirche Santa Maria la Mayor (1485), die Casa del Rey Moro mit Kachelbildern und schönen Gartenanlagen, der Palacio del Marqus de Salvatierra mit prunkvoller Renaissancefassade, die Reste der Arabischen Bäder (16. Jh.) sowie mehrere bedeutende Kirchen und Paläste. Etwa 15 km von der Stadt die La Pileta-Höhle mit prähistorischen Tierzeichnungen, älter als die in Altamira.
Salobreria: Malerisch an einem Felshügel gebaute Stadt, bekrönt von der Ruine einer maurischen Festung, umgeben von einer fruchtbaren Ebene. An dem recht urtümlichen Strand verbringen vorwiegend Spanier ihre Ferien. Nahebei die moderne Urlaubsanlage Salobreria 2000. Safflücar da Berrameda. Fischerhafen und Zentrum des Manzanilla-Anbaus, einer Jerez-Weinsorte. Von hier aus trat Magalhäes seine erste Weltumseglung an (1519). Beachtung verdienen das Kastell, die Renaissancekirche Santo Domingo in der Unterstadt, die Kirche Santa Maria de la mit einem prächtigen Portal im Mudejar-Stil sowie mehrere Adelspaläste. Nahebei die sog. Marismas, ein riesiges Sumpfgebiet am Unterlauf des Guadalquivir, das weitgehend in Reis- und Baumwollfelder verwandelt wurde. Sevilla: Die Hauptstadt Andalusiens, mit dem Meer durch Kanäle verbunden, ist heute eine bedeutende Industrie-und Handelsstadt und Touristenzentrum. Eine iberische Gründung, wurde Hispalis von Julius Caesar erobert (45 v. Chr.), 411 von den Vandalen besetzt, war dann Residenzstadt der Westgoten und nach der maurischen Einnahme (711) von 1031 über ein halbes Jahrhundert Metropole eines maurischen Königreiches. 1248 wurde Sevilla von Ferdinand III. zurückerobert und damit wieder Königssitz, über Jahrhunderte der wichtigste Hafen des Landes, Verwaltungszentrum für die überseeischen Gebiete Spaniens und ein Mittelpunkt für Kunst und Kultur. Mauren und Christen haben der Stadt gleichermaßen bedeutende Bauwerke hinterlassen. An erster Stelle steht dabei die Kathedrale, die drittgrößte Kirche der Welt, anstelle der Hauptmoschee der Stadt im gotischen Stil errichtet. Von der Moschee blieben nur das ehem. Minarett, die herrliche Giralda (nach seiner Wetterfahne genannter Turm) und der sog. Orangenhof (in den Umbauten die Biblioteca Colombina mit kostbaren Schriften) erhalten. Die Kirche selbst hat gewaltige Dimensionen: außen neun Portale, innen fünf und zwei durch die Kapellen gebildete Schiffe und 69 von 40 gotischen Pfeilern getragene Gewölbe mit glanzvoll ausgestatteten Kapellen (u. a. Grabmäler spanischer Könige, gotisches Retabel, Gemälde von Murillo). Von großer Schönheit sind auch die Mosaikfenster, von außerordentlichem Reichtum ist der Domschatz. — Höhepunkte maurisch-christlicher Baukunst bietet auch der Alcäzar, in seiner heutigen Form im wesentlichen unter Peter I. dem Grausamen von arabischen Baumeistern gestaltet. Besonders eindrucksvoll: der Hof der jungen Mädchen, der Puppenhof und der Saal der Gesandten. Im älteren Teil des Alcäzar, dem sog. Palast Karls V., sind u. a. Gobelins ausgestellt. Sehr sehenswert sind auch die Gärten des Alcäzar. Weitere Hauptsehenswürdigkeiten sind die Casa de Pilatos, das Hospital de la Caridad (1661-64) mit kostbaren Gemälden (u. a. Murillo) im Innenraum der Kirche, die barocke Kapelle San Jose der barocke Palacio de San Telmo, 1734 als Seemannsschule erbaut, die Casa de las Duenas, ehemals der Palast der Herzöge von Alba, und die Neue Universität, als Tabakfabrik im 18. Jh. errichtet. Unter den Museen der Stadt verdienen das Archäologische Museum mit einer reichen römischen Sammlung, das Archivo General de Indias (Dokumente zur Entdeckung und Eroberung Amerikas) in der 1583-98 errichteten Casa Lonja, der ehem. Börse, und das Provinzialmuseum im ehem. Kloster de la Merced mit einer umfangreichen Gemäldesammlung besondere Beachtung. Eindrucksvoll das malerische Viertel Barrio de Santa Cruz. Nahe der Stadt die ehem. römische Veteranensiedlung Itälica, wo Villen mit Mosaikfußböden und ein Amphitheater ausgegraben wurden; sowie Santiponce mit einer sehenswerten Kirche des Klosters San Isidoro del Campo (Alabastergrabmäler, Retabel von Montafies).

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