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Tag-Archiv für » Flamenco «

Spanien und seine Facetten

Samstag, 22. Mai 2010 10:04

Spanien kennt man gemeinhin als das Land des feurigen Flamenco und des mythischen Stierkampfs, als Badedorado und Pilgerland der Kulturtouristen. Im Grunde aber ist es wenig klischeehaft, ist sein Bild vielmehr ein interessantes Mosaik. Als Einstieg der kühlere Norden mit dem eigenwilligen Baskenland, dem bizarren Massiv der Picos de Europa, den Pilgerorten des lakobswegs und seiner Krönung: Santiago de Compostela. Weiter südlich Altkastilien — Land der Burgen und Königsstädte, deren Stern zu leuchten begann, als die christlichen Reiche um die Jahrtausendwende ihre Herrschaft gegen die maurischen Potentaten ausdehnen konnten.
Dann wie die Nabe eines Rads: Madrid. Zentraler kann eine Landeshauptstadt kaum liegen. Madrid, Kulturhauptstadt Europas 1992, ist ein kultureller Superlativ in Neuinszenierung, seit der Demokratisierungsprozeß nach Francos Tod neue künstlerische Kräfte freisetzte, doch auch eine Stadt mit Problemen, wie sie Europa auch andernorts kennt: Arbeitslosigkeit, Drogenkriminalität und drohender Verkehrskollaps. Dann Madrids Umland — Neukastilien, Extremadura, La Mancha— flach, leer, Land der legendären Windmühlen eines Don Quijote, gezeichnet von der Landflucht. Die kulturelle Klammer zu  Andalusien bildet Toledo, dessen vornehmlich jüdische Gelehrte zu Zeiten der arabischen wie christlichen Herrschaft bedeutende Vermittler ganz gegensätzlicher Kulturen waren. Andalusien, an der Schwelle zur islamischen Welt, steht heute im Spannungsfeld zwischen der alten maurischen Kunst, deren Schönheit und Eleganz in Spanien kaum Parallelen kennt, und dem devisenträchtigen Sonnen- und Badekult des 20. Jahrhunderts. Wo anders könnte er mehr Zulauf finden als an der Costa del Sol, die ihren Besuchern in Reichweite eines Tagesausflugs so märchenhafte Sehenswürdigkeiten wie Granadas Alhambra offeriert. Die Levante, Spaniens Küste zwischen Almeria und Valencia, besitzt eine jahrhundertealte Tradition des Handels wie des Bewässerungsfeldbaus, eindrucksvoll dokumentiert in den prächtigen Stadtpalästen der Handelsherren und Grundbesitzer in Städten wie Valencia und Alicante. Schließlich im Nordosten Katalonien, stolz auf seine eigene Sprache und Kultur, seine zauberhaften Strände und herben Berglandschaften der Pyrenäen und auf seine Hauptstadt Barcelona, die agile Hafenstadt, in der zum 500. jahrestag der Endeckung Amerikas 1992 die XXV. Olympische Sommerspiele stattfanden.

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Flameno in Tarifa in schönen günstigen Kleidern

Mittwoch, 12. Mai 2010 22:01

Tarifa: An der engsten Stelle der Straße von Gibraltar gelegene alte maurische Stadt (guterhaltener Mauerring) mit dem einst heftig umkämpften Castillo de Guzmän el Bueno. Von der vorgelagerten Punta Marroqui, dem südlichsten Punkt Europas, Blick auf die Küste Nordafrikas. Morre del Me Ehemaliger Fischerort (schöner Hafen), heute einer der großen Ferienorte bei Mälaga, vorwiegend von Spaniern besucht. Sarreraolinas. Der betriebsamste Badeort an der Costa del Sol von inzwischen gigantischen Ausmaßen. Noch ist kein Ende des Baubooms abzusehen. Ruhiger der elegante Vorort Montemar.
Decia: Einst bedeutende Stadt und Stützpunkt der Christen während der Reconquista. Vom ehernäligen Reichtum zeugen zahlreiche Renaissancepaläste und -kirchen, vor allem die mit ungeheurer Pracht ausgestattete Kapelle El Salvador. Sehenswert auch das Zigeunerviertel Calle Valencia. Vejer de Montera: Hoch über dem Barbate gelegene „weiße Stadt” mit malerischen Gassen und blumengeschmückten Häusern.

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Flamenco in einer Handelsstadt am Nordrand der Sierra Nevada

Montag, 10. Mai 2010 16:51

Guadix In alter Zeit wichtige Handelsstadt am Nordrand der Sierra Nevada. Von der einstigen Bedeutung zeugen die Maurenburg (15. Jh.) und die Kathedrale mit Renaissance- Glockenturm und barocker Fassade. Nahebei die Höhlenwohnungen von Barrio de Santiago und die Höhlensiedlung v. Purullena. Huelva: Bedeutender Atlantikhafen (Export von Kupfererzen) und wichtige Industriestadt (Fischverarbeitung, Konserven, chemische Produkte). 1755 wurde die Stadt durch das Erdbeben von Lissabon zerstört. Sehenswert sind das nahe Kloster La Räbida und der kleine Hafen Palos de la Frontera, wo Kolumbus 1492 zu seiner Entdeckungsfahrt auslief.
Jaen: Am Rande der Sierra Jabalcuz gelegene Stadt mit bedeutender Olivenproduktion. einst Hauptstadt eines Taifa-Königreiches. Beachtung verdienen die Kathedrale (Andres de Vandelvira, Baubeginn 1540) mit schöner Ausstattung (u. a. Kirchenschatz und die verehrte Reliquie Santo Rostro), die Capilla San Andres (innen plateresker Stuck und prächtiges Ziergitter), das in einen Parador umgewandelte Kastell Santa Catalina und das Provinzialmuseum. Jerez de la Frontera: Die Stadt ist weltberühmt durch die in der Gegend angebauten Weine (viele Kellereien sind zu besichtigen). Sehenswert sind die Kirchen Santiago (spätgotisches Portal), San Miguel (gekachelter Turm), San Dionisio (Altar im Mudöjar-Stil) sowie prächtige Herrschaftshäuser. Lanjarön: Heilbad für Leber- und Nierenleiden mit malerischem Ortsbild nahe Las Alpujarras. Malage: Weltberühmte Weinstadt, durch ihre malerische Lage an einer Meeresbucht und besonders angenehmes Klima begünstigt. Von den Phöniziern gegründet und nacheinander von Griechen, Karthagern, Römern, Westgoten und Mauren besetzt, wurde die Stadt erst 1487 von den Christen zurückerobert. Sehenswert sind vor allem die Kathedrale (1528 an der Stelle einer Moschee von Diego de Siloö begonnen, durch Erdbeben teilweise zerstört, ab 1719 Auf- und [unvollendeter] Weiterbau), das Sagrario (16. Jh.) mit spätgotischem Portal und einem plateresken Retabel, der Erzbischöfliche Palast, die Ruinen der Alcazaba mit römischen Bauresten (in den sog. Cuartos de Granada ein archäologisches Museum und die ehem. Zitadelle Gibralfaro (14. Jh.) sowie das Museo de Bellas Artes (u.a. mit schöner Picasso-Sammlung). Nahe der Stadt die Finca de la Concepciön, ein herrlicher Park mit tropischen Gewächsen. Einer der ältesten und vornehmsten Badeorte an der Costa del Sol. Die Altstadt hat sich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Motril: Lebhaftes Landwirtschaftszentrum mit hübschem Fischer- u. Handelshafen. Koierja: Badeort mit herrlichem Blick auf Meer und Gebirge vom sog. Balkon Europas, einer palmengeschmückten Promenade. Nahe der Stadt riesige Tropfsteinhöhlen mit Spuren prähistorischer Besiedlung.
Osuna: Ehemal. Residenz der gleichnamigen Herzöge mit eleganten Barockpalästen, einer verschwenderisch dekorierten Barockkirche mit der Grabkapelle der Osuna. Puerto de Santa Marfa: Alter Fischerhafen und bedeutender Umschlagplatz für Jerez-Weine (sehenswert die Bodegas). Von Bedeutung die Burg San Marcos der Herzöge von Medinaceli.

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Flamenco mit Geisterfingern

Mittwoch, 5. Mai 2010 11:34

Es fährt mit Geisterfingern über die verschwiegenen Plätzchen, zu denen die Huris aus Mohammeds siebentem Himmel niedergestiegen sind, um in die graziösen Brunnenschalen zu tauchen, die vom silbrigen Reichtum ihrer Perlenschätze plätschernd überfließen. Hier raunen nicht nur die Wasser. Leiser noch speln die bußfertigen Nazarener, die steile Kaputze unter den Arm geklemmt, im Schatten der Rosenhecken den Schönen der Osternacht andalusischen Galanterien ins Ohr. Das Pianissimo der morgenländischen Märchenszenerie verhaucht und Raum für das majestätische Andante, mit denn der Cristo del Gran P. der lange nach Mitternacht die verdunkelten Straßen betritt. Dann schallen die Kommandos der Offiziere und knallen die Gewehrgriffe, während die Stadt aufs Knie sinkt. Die Posaunen stechen spitz in das samlichen Disziplin, unter das sich das Volk sonst beugen muß.

Für diesen Augenblick bringt es willig sein Hab und Gut zum Opfer. Die Rivalität der Bruderschaften, die keine materiellen Rücksichten beachtet, wird zu einem Wettlauf der Verschwendungssucht, den der Klerus neuerdings bremst, indem er vorschreibt, daß ein Prozentsatz der Unkosten, welche die Prozession verursacht, für soziale Zwecke abgeführt werden muß. Doch wer vermöchte Sevilla zu bremsen, wenn es entfesselt ist? Abseits der lärmenden Umzüge flüstern in leise atmenden Gärten die Wasserspiele einer unversiegbaren Lebenskunst. Das bleiche Mondlicht liegt auf den kalkigen Fassaden im Barrio de Santa Cruz. Es fährt mit Geisterfingern über die verschwiegenen Plätzchen, zu denen die Huris aus Mohammeds siebentem Himmel niedergestiegen sind, um in die graziösen Brunnenschalen zu tauchen, die vom silbrigen Reichtum ihrer Perlenschätze plätschernd überfließen.

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Flamenco am nachtblauen Himmel

Montag, 3. Mai 2010 11:28

Kaum daß der Klageruf der „Saeta” am nachtblauen Himmel verhallt, setzt sich der Zug wieder in Bewegung. Unter den wippenden Goldborten, mit denen die Throne umkleidet sind, ist nur das tausendfüßlerische Gewimmel hastig tretender Beine zu sehen, die in leichten Segeltuchschuhen stecken. Sie gehören den rauhen Gesellen von jenseits des Flusses, den Bauarbeitern, Schuhputzern, den Lastträgern von den Kais am Guadalquivir, den Proletariern, den Respektlosen, die ein Jahr lang ihr rotes Herz durch alle lästernden Kneipen tragen, um dieses eine Mal freiwillig Pönitenz im Dienst der bombastischen Sänften zu tun. Zwei ragende Gestühle sind es, die mit jeder Prozession dieser atemlosen Woche triumphierend über den Köpfen der hingegossenen Menge einherschweben. Ein Teppich von blutroten Nelken, ein morgenländisches Prunkgewebe von feierlichen Blüten, bedeckt den Boden des mit barocken Kandelabern gezierten Gestells, auf dem der Gekreuzigte die weltumspannenden Arme breitet. Dem Erlöser gilt scheue Verehrung, doch nicht lange verweilt das andalusische Temperament bei dem Drama der Passion. Rasch flüchtet es aus der düsteren Erinnerung der Golgathastunde in die verführerische Pracht des Madonnenkultes.
Das Kreuz ist nicht mehr als der dunkle und wirkungsvolle Hintergrund, vor dem der duftige Rez= der Rosenblätter und Blütenkelche den Pfad der verehrten Frauengestalten netzt. Sie zeichnen mit silbernem Szepter das Signum ihres absolutistischen Regiments zwischen die glitzernden Sterne na andalusischen Firmament. Sobald der GerirIniem den Blicken des schweigsam gewordenen Voll= entschwunden ist, geht es wie ein Aufatmen durch die Reihen, denn in einem Lichterkranz naht der glanzvolle Hofstaat der lieblichen und kindhaften Königinnen, wie sie Murillo malte, der zarten Mädchenskulpturen, wie sie Montafis formte, unwiderstehlicher Appell an die Sinne einer Masse, die bis an den Rand erfüllt ist mit dem ästhetischen Bedürfnis der mediterranen Kultur.
In gemessener Würde schreiten, das Kreuz und den Strahlenthron begleitend, die Bruderschaften einher. Zur violetten Seide der mit goldenen Schärpen gegürteten Gewänder flackern zyklamrote Kerzen. Auf schwarzen überwürfen leuchtet weiß das Kreuz von Malta, auf gelben Umhängen rot das von Santiago.

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Flamenco ist weltlicher Prunk

Sonntag, 2. Mai 2010 10:24

Alles an den Figuren der gekrönten Skulpturen ist weltlicher Prunk und orientalische Prachtentfaltung, in der sich die Bruderschaften zu überbieten suchen. Die Rivalität zwischen den populärsten der Statuen, die in Karaten von Diamanten, in Zentnern von Silbersäulen und Goldgeschmeiden gewogen wird, führt zu Erbfehden zwischen den einzelnen Vierteln Sevillas. Brillanten und Smaragden ohne Zahl, in denen aller Reichtum eines armen Landes erstarrt zu sein scheint, schmücken die Gestalt der braunen „Macarena”, der „reinen Zigeunerin”, der reichsten und beliebtesten unter den Madonnen, der auf der Straße die gewagten Komplimente zufliegen, mit denen die südliche Menge der weiblichen Schönheit zu huldigen pflegt. Auf dem wuchtigen Traggestell steht die zarte, knapp lebensgroße Figur wie eine Königin auf dem Podest, die Huldigungen ihrer Untertanen entgegennehmend. Über dem lieblich geneigten Haupt wölbt sich ein seidener, schwer mit Gold bestickter Baldachin, und von den schmalen Schultern senkt sich nach rückwärts, bis zum hinteren Rand des Traggestells, eine meterlange und kostbare Schleppe nieder, an der die Frauen und Mädchen Sevillas viele Monate gearbeitet haben. Zu Füßen der „Macarena” aber wurzeln ansteigende Reihen von brennenden Kerzen im Boden des Throns, ein flammender Weinberg, dessen Feuer im Nachtwind flackern, wenn die Herrscherin Andalusiens Umzug durch ihre Hauptstadt hält.
Auf goldenem Gestühl schwankt sie um die engen Windungen kleiner Gäßchen, wo die weißgekalkten Häuser so niedrig sind, daß man das Dach mit ausgestreckter Hand berühren kann. Die unerbittliche Hierarchie und der theokratische Absolutismus, mit dem die Madonnen in Sevilla regieren, wird nie sichtbarer als hier. Ihre Throne sind höher als die Hütten des Volkes, das sich festlich geschmückt auf den Balkonen drängt, kupfergesichtige Männer im Sonntagsstaat und bleiche, großäugige Frauen, von den schwarzen Spitzen der Mantillas umrieselt. Samtene Behänge verhüllen das Gestell der Bahren, unter denen Kolonnen von Trägern die ungeheure Last auf polstergeschütztem Nacken schleppen. Wenn die Männer die Last absetzen, fällt das Volk auf den Balkonen in die Knie, vom Schein des flammenden Weinberges wie auf der Opernbühne angestrahlt, und einer aus der Menge stimmt die inbrünstige „Saeta” an, die in den langgezogenen, schluchzenden Kehltönen des maurischen Gesanges einen Mantel des Schauers auf alle Hörer senkt, ein Echo des islamischen Spanien, das im Raum der Meerenge widerklingt.

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OSTER-SYMPHONIE – Flamenco

Samstag, 1. Mai 2010 10:16

Wie das Summen von verhaltenen Stimmen, die im Chor der nahen Kathedrale den Einsatz proben, weht um die wuchtigen Zinnen, mit denen sich die Gärten des Alcäzars umgürten, ein sanfter Hauch der Orangenblüten über die schartigen Mauern her. In diesen österlichen Wochen geht der Atem der Stadt schneller als im übrigen Jahr. Es ist der parfümierte Frühlingsatem Andalusiens, ein Duft aus den vitaminreichen Weihrauchkesseln einer verschwenderischen Natur gestreut, ein wacher Rausch der Farben und des Lichtes. Der Turm der Giralda, die einst die Moschee der Kalifen bewachte, wirft einen seidigen Schatten in feierlichem Faltenwurf über die gotischen Streben, mit denen eine der größten Kirchen der Christenheit im Boden ver- ankert ist. Davor steht im Patio de los Naranjos die Prozession der feierlichen Bäume, die wie in flüsterndem Gebet die Lippen, ihren Blütenkelch, öffnen. Bald wird es mehr sein als ein leiser Hauch, der die samtenen Schultern des Aprilabends umfächelt. Bald wird sich in diesem maurischen Vorhof des Abendlandes die große Woche Sevillas in einem rauschenden Crescendo erheben, das sich nach der österlichen Passion zur überschäumenden Lebensfreude der Feria steigert. Wie Straußenfächer hinter orientalischen Herrscherthronen wiegen sich die Königspalmen über den Häuptern der Kruzifixe, die jedes Dach und jede Kuppel krönen.
Die Stadt ist bereit. Wie immer, wenn sich die Semana Santa nähert, ist sie der Suggestion einer Verklärung anheimgefallen, in der ein vollendetes Stück der Schöpfung sich selbst unablässiges Lob spendet. Nur in einer solchen Umgebung wird die kollektive Entrückung möglich, in der die barfüssigen und vermummten Nazarener wie auf paradiesischen Wolken im Gefolge der verehrten Statuen von Kirche zu Kirche Umzug halten. Die Schäfte der Kreuze, die in der Prozession mitgetragen werden, schleifen am Boden. Die Ketten, um die Knöchel der Büßer geschlungen, klirren über das Pflaster. Sie zeichnen eine schmale Spur, die andalusische Nahtstelle zwischen Islam und Christentum, die mitten durch das Herz Sevillas geht. Schon am Nachmittag, wenn gleißendes Sonnenlicht über dem Guadalquivir liegt, verlassen die tonnenschweren Throne der Madonnen ihre Standplätze in den Vororten und fernen Stadtquartieren, um nach langen Umwegen und ungezählten Stationen erst spät in der Nacht vom vorgeschriebenen Besuch der Kathedrale zurückzukehren, wo alle 47 Prozessionen der Karwoche vor dem majestätischen Chorgitter im Querschiff dem Hochaltar ihre Reverenz erweisen müssen.

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Samstag, 1. Mai 2010 0:55

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Hier rauen nicht nur die wittene Dunkel. Im Flamenco Rhythmus der Trommeln nimmt der Gekreuzigte Schritt auf für seinen Triumphmarsch hoch über den gebeugten Nacken der Hunderttausende, einen Marsch, der erst endet, wenn die Sonne bereits über dem Häusermeer & den hundert Kirchen Sevillas steht. Dieses Mal, dieses eine Mal bietet sich das Kreuz offen allen Blicken dar & nennt sich bei seinem Namen als die „Große Macht”, die es in den iberischen Boden gepflanzt hat.

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Pianissimo von orientalischer Raffinesse, Andante der herrscherlichen Kirche — doch die österliche Symphonie wäre nicht vollständig ohne den dritten & unentbehrlichen Satz des andalusischen Allegretto. Wenn die Zigeuner von Triana mit ihren Statuen über die große Brücke ins jenseitige Stadtquartier heimwärts ziehen, graut schon der Tag. Die Prozession hat Station gemacht, & die Träger sind in die Tavernen eingekehrt. Wenn die Männer aus den Kneipen zurückkommen & die schweren Throne der gekrönten Frauen wieder auf die Schultern nehmen, fällt das Blech der begleitenden Regimentskapellen in einen torerohaften Paso doble.  Auf dem Rücken des Volkes fangen dann die Statuen an zu tanzen — in immer heftigeren Rhythmen, ein weltlicher & wilder Reigen, & doch eine Huldigung gläubiger Einfalt: mediterraner Blocksberg, über den kein Hexenatem, sondern der zauberhafte, weisheitsträchtige Hauch tausendjähriger Kulturen weht.

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Was ist Flamenco?

Freitag, 30. April 2010 10:25

Zwischen schwarzen Schmetterlingen schmiegt sich ein braunes Mädchen an eine weiße Schlange aus Nebel. Erde aus Licht, Himmel aus Erde.
Angeschmiedet geht sie an das Zittern eines Rhythmus, dem sie niemals nahekommt. Sie hat ein Herz aus Silber und einen Dolch in der Rechten.
Wohin gehst du, Siguirya, mit deinem Tanzschritt ohne Kopf ? Welcher Mond erbarmt sich deines Schmerzes aus weißem Kalk und roter Blüte? Erde aus Licht, Himmel aus Erde. Wir gingen. Für die Menschen in diesem Zelte war die Tür zu einem Raum aufgerissen worden, den wir nicht mit ihnen begehen konnten, sie tanzten sich in mythische Fernen. Ich hatte das Wunder des Flamenco erlebt. In der kühlen Nachtluft kamen wir wieder zu uns. Wir sprachen nicht viel, am allerwenigsten von dem, was wir gesehen hatten. Antonio wußte nun, daß ich ihn nie mehr fragen würde, was Flamenco sei. Und ich wußte, daß, wenn ich gefragt würde, ob man ihn überhaupt sehen kann, ich ebenso wie Antonio sagen müßte, vielleicht nie, oder schon morgen…

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Donnerstag, 29. April 2010 22:21

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Auf  zur Feria nach Sevilla. Zu dieser Zeit sind die dumpfen Trommeln der Karfreitagsprozessionen verklungen, religiöse Trauer schlägt in weltliche Fröhlichkeit um.

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Etwas vom Zentrum der Stadt entfernt, hinter dem Park der Maria Luisa, wird ein großer Festplatz aufgebaut. Zu den üblichen Buden, die wir von unseren Volksfesten her kennen, gesellen sich Zelte, die Sevillaner Familien für sich und ihre Freunde errichten, denn das große Fest setzt sich aus lauter kleinen zusammen. In jedem Zelthäuschen steht eine alte Drehorgel, die ihre Sevillanas in die Luft schmettert. Das ganze Gelände dröhnt und klingt, und eine große Sevillana schwebt als rote Wolke über dem Festplatz.

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In den Morgenstunden bewegt sich eine farbenprächtige Kavalkade durch die Straßen des Festplatzes. Die großen Gutsbesitzer der Umgebung reiten, ihre festlich geschmückten Frauen hinter sich auf dem Sattel, stundenlang an den Zelten vorbei, grüßen Bekannte und bekommen ein kleines Glas Manzanillawein gereicht. Auf den Straßen flanieren Gruppen junger Mädchen in bunter Tracht, Blumen und Kämme im Haar; zur Feria tragen auch die Sevillanerinnen das buntgetupfte Kleid der Zigeunerinnen.

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Vier Tage lang feiert Sevilla vom Morgen bis spät in die Nacht. Gegen Abend leeren sich die Straßen; und aus den verschlossenen Zelten dringt nur noch die Melodie der Sevillana und das Stampfen tanzender Füße.

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Aus dem ärmlichsten der Zelte drang ein Lichtschein; wir spähten durch die zerschlissene Wand: ein Windlicht beleuchtete das Gesicht eines Alten, häßlich war es, erschreckend häßlich und vernarbt. Auf einer Bank saßen ein paar Frauen, Männer lehnter an den Wänden. Auf des Alten Schoß lag die Gitarre, und er riß an ihren Saiten, bis ein rauher Schrei aus seiner Brust kam. Das Ayyyy der tiefsten aller Klagen; das Jetzt und die Erinnerung wurden eins:

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Die Gitarre rührt Träume zu Tränen. Das Schluchzen verlorener Seelen
flieht aus ihrem runden Mund. Wie die Spinne webt sie einen großen Stern und fängt die Seufzer, die in ihrem schwarzen Holzbauch schwimmen.

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Des Alten Lied war zu Ende, mit voller Hand griff er in die Saiten, die Männer klatschten in die Hände, und eine der Frauen stand auf. Langsam, mit erhobenen Händen, leise in den Hüften wiegend, ging sie zur Mitte. Und sie lockte mit den Armen, mit den Händen, mit den Blicken, mit den Hüften. Und ein Mann gesellte sich zu ihr: sie tanzten ihren Himmel, ihre Hölle, ihre Leidenschaft. Was sie zu verbrennen drohte, tanzten sie aus ihren Leibern, mit ihren Füßen traten sie die Zeit…

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