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Leder stammt von einem Tier.

Montag, 19. April 2010 18:13

Leder ist ein Naturprodukt, denn es stammt aus der Natur, genauer von einem Tier. Dies können Exoten wie Fisch, Känguru, Schlange oder Kro­kodil sein, meist sind es Rind, Kalb und Schwein, daneben geht es Schaf, Ziege, Hirsch, und ja, manchmal auch Pferden, ans Leder. Das typische Leder für Geschirr, Sättel und Trensen ist vollnar­biges Rindsleder bzw. Blankleder, welches ein pflanzlich gegerbtes naturelles oder gefärbtes Rindsleder ist. Für Schuhe und Stiefel kommen verschiedene Tier- und Lederarten zum Einsatz. Führt man sich den Unterschied zwischen einem Fisch und einem Rind vor Augen, ist schnell klar,
dass die Tierart großen Einfluss auf die physika­lischen Eigenschaften des späteren Leders hat. Die typische Hautstruktur des Tieres prägt zudem das spätere Erscheinungsbild des Schuhs.
Doch nicht nur die Tierart spielt eine Rolle. Auch wie das Tier gehalten wurde, kann der Experte am Leder ablesen. Um beim Beispiel Rind zu bleiben: Als besonders gut gilt die Haut von Rindern, die im Alpenraum auf Almwiesen leben durften. Bei ihnen fehlen schädliche Einflüsse, die später die Qualität des Leders vermindern. Dies sind Spuren von Insekten- oder Gabelstichen, Narben, Krat­zer von Dornen und Hörnern etc. „Eine schlechte Tierhaltung legt den Grundstein für minderwer­tiges Leder’) bestätigt Manuela P., Sattler‑
meisterin aus Bad O. sowie Inhaber & Dozentin einer Meisterschule für Sattler Feintäschner. „Mist und Urin greifen die Haut und machen sie fleckig.” Auch beim Schlack und Abziehen kann das Leder beschädigt oder sogar unbrauchbar werden. Während die Hersteller hochwertiger Lederprodukte schon an dieser Stelle auf Qualität achten, greifen andere womöglich zu Methoden, die diese Spuren der Minderwertigkeit verschwinden lassen, indem etwa oberste Schicht abgetragen oder überdecktes wird.

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KnowHow Materialien – Leder – Qualität aus der Natur

Montag, 19. April 2010 18:00

Leder ist in der Reitsportausrüstung der Rohstoff Nummer eins. Lederprodukte w aber nicht nur einzigartige Eigenschaften auf, sondern auch riesige Preisspannen. wie hängen Preis und Qualität zusammen?
Der Geruch von Leder und Pferden — ein Sinneseindruck, der ganz stark nach Rosamunde Pilcher klingt, aber dennoch jedem, Reiter und Pferdefreund vertraut und lieb ist. Seit Jahrtausenden ist der Reitsport mit dem Material Leder fest verbunden. Das gilt auch heute noch, schließlich tut das Naturprodukt an Pferd und Reiter beste Dienste, angefangen beim massiven Zehnspännergeschirr über unzäh­lige Varianten an Sätteln, Schuhen und Reitstie­feln bis hin zum edlen Reithandschuh. Leder ist so allgegenwärtig und selbstverständlich, dass es im Zeitalter der Kunststoffe, -fasern und Hightech­produkte vielleicht gar nicht mehr als das wahr­genommen und geschätzt wird, was es ist: Ein natürliches Material, das zugleich geschmeidig und zäh, wasserundurchlässig und atmungsaktiv, haltbar und vielseitig einsetzbar ist. Auch wenn es in einigen Bereichen durch künstliche Materialien ersetzt wird, können diese Ersatzstoffe nie die ganze Bandbreite an Eigenschaften aufweisen, die das Leder mit sich bringt. „Kunstleder kommt nie an das Original heran!”, ist deshalb die Überzeu­gung nicht nur von denjenigen, die etwa als Satt­ler ihren Lebensunterhalt mit Leder bestreiten.
Gut oder günstig
Buchstäblich an die Wert-Schätzung von Leder geht es für so manchen Reitsportler dann, wenn er mit zwei Trensenzäumen in der Hand im Laden
steht und auf das Preisschild späht. Links kostet 20 Euro, rechts hängt noch eine Null mehr dran. Wie kann das sein, an beiden Trensen baumelt doch ein Schildchen, das echtes Leder verspricht?! Sie als Händler können die Frage auf zwei beantworten. Hier die Kurzvariante: Die Unterschiede liegen erstens im Ausgangsmaterial, zweitens in der Verarbeitung durch den Herstelle drittens — das vielleicht besser nur gemurmelt kommt noch der Aufschlag für diese bekannte Marke in der rechten Hand dazu. Die zweite Erklärungsvariante holt weiter aus und macht deutlich, dass Leder sehr viele unterschiedlich Herstellungsprozesse durchläuft. Diese beeinflußt zum einen gezielt die Eigenschaften des bearbeiteten Leders — zum anderen kommt es hier auch (ungezielt) zu deutlichen Qualitätsunterschieden, je nachdem wie sorgfältig die Herstellung erfolgt.

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