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Flamencokleider auf dem Rücken des Pferdes

Mittwoch, 28. April 2010 10:00

Festzug in einem Dorf bei Sevilla

Festzug in einem Dorf bei Sevilla

Umzug in einem Dorf bei Sevilla. Flamencokleider zu Pferde. Tradionelle Flamencoröcke werden in Spanien nicht nur an Festtagen getragen. “Flamenco ist mehr”. Flamenco ist ein Lebensgefühl. Ferias sind der richtige Anlass um solche Flamenco Kleider zu tragen.

Flamenco eine einmalige Show & Flamenco ist ein einmaliges Erlebnis. Weiter ist Flamenco ein Lebensgefühl auch wenn der Gesang teilweise klingt wie der eines Esels.

Thema: Spanien, Stierkampf & Flamenco | Kommentare (0) | Autor:

Flamenco – Andalusien live erleben -

Samstag, 24. April 2010 0:20

Flamenco Spanien – Flamenco Andalusien – Flamenco & Stierkampf

In Granadas Zigeunerhöhlen am Sacromonte verflachte der Flamenco zum Touristenköder. Eine traditionsreiche Kunst wurde weithin Showgeschäft. Bei ländlichen Fiestas aber spürt man noch etwas von der Erdverbundenheit dieses Tanzes, den Ilse Meudtner von Grund auf studierte.

Flamenco Tanz  – Flamenco Gitarre – Flamenco Musik

Händeklatschen, Röckewirbeln, Füßestampfen; die buntkostümierten Tänzerinnen beschwören heißblütiges Zigeunertemperament. Ihre schmalhüftigen Flamenco Begleiter hacken donnernde Stakkatos in die Podiumbretter; rollende Gitarrenbässe mischen sich in schreienden, ekstatischen Gesang — typical spanish — das genormte Bild einer spanischen Flamenco-Show.

Flamenco Spanien – Flamenco Andalusien – Flamenco & Stierkampf

Dergleichen sogenannte Tablaos flamencos finden sich heute in jedem Touristenort längs der Küsten, in jeder Stadt, wo Fremde Unterhaltung suchen. Früher hat es diese laut­starken Volkstanz-Fiestas nicht gegeben. Erst der in Spa­nien einsetzende Touristenboom rief das florierende Gipsy­Showgeschäft ins Leben, erfand eine neue Amüsierindu­strie, arrangierte Effekte einer uralten Kunst für die flüchti­gen Blicke ausländischer Besucher.
Viele dieser Shows sind glänzend gemacht, spritzig aufge­zogen, variieren den von Bizet erdachten Carmentyp und den Zigeunerrummel „draußen am Wall von Sevilla” auf überzeugende Weise. Die Zuschauer sind begeistert, der Umsatz stimmt, die Shows erfüllen ihren Zweck.

Flamenco Tanz  – Flamenco Gitarre – Flamenco Musik

Mit Flamenco hat das allerdings wenig zu tun. Es ist nur die veräußerlichte Schablone dieser sehr intimen Kunst, einer solistischen Kunst, die sich weder in der Tanzgestal­tung noch in der musikalischen Darbietung in Gruppenauf­tritten produziert. So sind Gitarrist und Sänger noch das Echteste auf dem Showpodium; denn Flamenco-Gitarren­musik wird nicht gedruckt, Gesänge stehen auf keinem Pa­pier, sie bringen sie mit von Dörfern und Fiestas, von durchsungenen Nächten mit Freunden; es gibt keine Schu­len, in denen man sie lernen kann.

Was bedeutet eigentlich Flamenco? Woher kommt das klangvolle Wort Flamenco?

„Es gibt viele Deutungen. So heißt es: Als flämisch oder Flamenco hätte man die verwilderten Soldaten be­zeichnet, die mit Herzog Alba aus Flandern nach Spanien zurückgekehrt waren. Andere sagen: Die aus Deutschland einwandernden Zigeunergruppen seien den Spaniern we­gen ihrer bunten Kleider und der lässigen Bewegungen wie Flamingos vorgekommen. Historiker meinen: Das Wort sei arabischen Ursprungs, bedeute Fellah und mangu, die Be­zeichnung für Volksgesang. Mehr oder weniger blieb das Wort Flamenco jahrhundertelang unbeachtet.

Flamenco Spanien – Flamenco Andalusien – Flamenco & Stierkampf

Doch 1876, als Bizets Oper „Carmen” in Madrid über die Bühne ging, machte das Wort Furore. Flamenco wurde In­begriff alles Locker-leicht-erotischen, brachte die bisher etwas geringschätzig betrachtete Kunst der andalusischen Zigeuner in Mode, machte sie salonfähig und bühnenreif. Es entstanden die berühmten „Cafes cantantes”, die um die Jahrhundertwende ihre Blütezeit hatten und zu Treffpunk­ten der Flamenco-Aficionados wurden. Als dann die leichte Muse samt Couplets und Dekolleres auf diesen Bühnen ein­zog, nahmen die Senoritos ihre inzwischen hochgeschätzten Flamencokünstler mit in private Kreise, und noch heute sind andalusische Herrenhäuser in Sevilla, Jerez und Cädiz Hochburgen des Flamencogesanges, des Cante jondo. Wer zum erstenmal Cante jondo (oder hondo gleich tief) hört, ist kaum begeistert. Die Fremdartigkeit der Tonfol­gen, der eigenartige Ablauf der Rhythmen haben keine Beziehung zu europäischer Musik und sind nicht leicht nachzuempfinden. Da sind keine heiteren Volkslieder, eher intime, gesungene Erzählungen Einzelner; Mitteilungen über Gott, das Leben, die Frau, die Natur.

Flamenco Tanz  – Flamenco Gitarre – Flamenco Musik

Manuel de Falla wies im Cante jondo byzantinische, griechische, hebräische und arabische Einflüsse nach, die sich mit andalusischer Volkskunst mischten und von den mit­teilsamen Zigeunern durch die Jahrhunderte weitergetragen wurden. In unserer Zeit wirkt dieser rätselhafte Gesang wie der Ausdruck eines esoterischen Kultes vergangener Zivili­sationen.

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