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Tag-Archiv für » schwarz «

Spaltleder

Samstag, 24. April 2010 13:08

Beim Spalten wird eine Haut in zwei oder mehrere Schichten zerteilt. Es ent­stehen der hochwertigere Narbenspalt (in späteren Prozessen Glattleder genannt) sowie die weniger wertvollen Fleisch- und ggf. Mittelspalte. Die Spalte mit den zwei rauen Seiten werden später nicht mehr als Fleischspalt, sondern als Spaltleder, Spaltvelours oder Veloursleder bezeichnet.

Thema: Kleines Lederlexikon | Kommentare (0) | Autor:

Flamenco in Farbe

Sonntag, 4. April 2010 11:31

Zu grünen Kutten werden orangefarbene, zu blauen Gewandungen silbergraue Mäntel getragen, die faltenreich die Büßer umwallen. Die steilen Kapuzen, die ihre Gesichter verhüllen, machen den berühmten Torero und den kleinen Handwerke; den reichen Großagrarier wie den bescheiden= Bankangestellten, den Hoteldiener wie den eigens aus Madrid herbeigeeilten Minister für die Blicke des Publikums unsichtbar, das tief gestaffelt die Straßen der Prozession umsäumt und viele Tages- und Nachtstunden auf den Tribünen ausharrt, zwischen denen die Züge ihren Weg zur Kathedrale nehmen. Doch die Anonymität der Nazarener wird nur zum Schein gewahrt. Alle Welt weiß, wer sich hinter den zeremoniösen Masken verbirgt – und alle Welt darf und soll ‘es wissen, denn Bußfertigkeit und Glaubenseifer pflegen weder den Geschäften noch der Karriere zu schaden.
Rauschend schwillt der Beifall an, der den verehrten Statuen gilt, jauchzend übersteigern sich die Hochrufe. Trommeln und Klarinetten des militärischen ‘Ehrengeleites, dessen aufgepflanzte Bajonette irn Licht der Fackeln glitzern, fordern gebieterisch freie Bahn für die allerseligste Jungfrau, der naa alter Vorschrift die Achtungsbeweise zustehen, az:7 die ein kommandierender General Anspruch ha Die Menge, das ganze Jahr über zwischen Chor im..E Altar in das Schiff ihrer Nichtigkeit gesperrt,
die Stunde, da die schönen Bilder ihr und de Straße allein gehören, mit einer Explosion der Freude, die in heidnischen Wellenkämmen bis andit Kirchenpforten brandet. Es ist ein Akt der Befreiung, frenetische Antwort auf das Diktat der geistlichen Disziplin, unter das sich das Volk sonst beugen muß. Für diesen Augenblick bringt es willig sein Hab und Gut zum Opfer. Die Rivalität der Bruderschaften, die keine materiellen Rücksichten beachtet, wird zu einem Wettlauf der Verschwendungssucht, den der Klerus neuerdings bremst, indem er vorschreibt, daß ein Prozentsatz der Unkosten, welche die Prozession verursacht, für soziale Zwecke abgeführt werden muß. Doch wer vermöchte Sevilla zu bremsen, wenn es entfesselt ist? Abseits der lärmenden Umzüge flüstern in leise atmenden Gärten die Wasserspiele einer unversiegbaren Lebenskunst. Das bleiche Mondlicht liegt auf den kalkigen Fassaden im Barrio de Santa Cruz.

Thema: Spanien, Stierkampf & Flamenco | Kommentare (0) | Autor: