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Carmargue – Wassergetiere und Vögel

Mittwoch, 7. Juli 2010 2:25

Auch das andere Wassergetier, vor allem die Reiher, kam uns scheu vor, weit scheuer als die Wattvögel unserer Nordseeküste, die Flamingos aber, mehrere Tausend, genug, eine zarte, pastellene Fleischfarbe über die Erde zu ziehen, waren verschwunden. Und dabei sind sie eine Kuriosität, derengleichen es weder im Mittelmeer noch im Orient noch in den Schotts Nordafrikas gibt — man muß, wenn man den nächsten Massenstandort aufsuchen will, sich bis an die Kaspische See begeben.
Wir nahmen in Hugos Auto den Weg nach Salin-deGiraud. Rechts jenseits eines Grabens ein nie gesehenes Feld, frischgrüne, fußhohe, im Wasser stehende Halme, dicke, fruchtstrotzende Ähren, Reis, der wie kein anderes Getreide den Eindruck üppigen Spendens macht. Dem Reis als dem Erdroßler der wilden Camargue gilt der Haß des Reservat-Leiters, des Professors Tallon, der uns mit manchen Ratschlägen auf die Fahrt geschickt hatte, eines leidenschaftlichen Botanikers, der, wie es schien, von allen Vernichtungen des zweiten Weltkrieges die der Berliner Hieracium-Sammlung am meistenbedauerte — das Habichtskraut ist die in ihrer Artengliederung schwierigste Gattung unserer Breiten, das große systematische Problem der Botanik, und es sieht so aus, als sei mit dem Untergang des Berliner Herbars jede Chance geschwunden, diesen Wirrwarr zu ordnen. Ich konnte mit dem Professor fühlen — habe ich doch auch einst mit der Verblendung des Anfängers mich am Habichtskraut versucht und dieses hybride Unternehmen erst aufgegeben, als ich entdeckte, daß fast keine Pflanze der andern glich, jede also als eigene Art geführt werden mußte.
Eine Siedlung, Baumkulissen, dann auf der rechten Seite der Spiegel des Atang Vaccars, der größten Camargue-Lagune, und am Ufer einige kniehohe, sparrige, violett blühende Pflanzen, in denen ich Statice zu erkennen glaubte — ich empfand den köstlichen Schlag, das botanische Fest, wenn man im Neuen das Alte, im Unbekannten das Vertraute entdeckt. Mit dem Wiederstoß, einem artenreichenGrasnelkengewächs, das sich erst unter dem Himmel der Kanaren wohlig in den Reichtum seiner Anlagen hineinreckt, hatte ich in den Gärten Teneriffas Freundschaft geschlossen, und nun sah ich ihn hier, ich sah einen etwas abgestiegenen Verwandten, aber immerhin noch jemand, den man als Verwandten anerkennen konnte. Ich ließ halten und eilte auf das Sträuchlein zu, wurde aber von hinten angerufen: ein zufällig vorbeiradelnder Wärter rief mir zu, das Land sei Privatbesitz. Wir waren noch außerhalb des Naturschutzgebietes, und nun sah ich auch ein Schild, das verbot, das Grundstück zu betreten. In dieser ungeheuren Einöde durfte man sich also weniger bewegen als in einem Großstadtpark — aber ich hatte die Intensität des französischen Besitzgefühles schon an der Riviera kennengelernt, wo man über Meilen hinweg vom Strand abgeschnitten wird, wo Vorgebirge und Buchten privatisiert sind, und wo man mitten in der Macchia auf Schilder trifft: „Passage interdit. Chien mechant.”

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Spanien Lage und Größe

Mittwoch, 7. Juli 2010 2:13

Lage und Größe

Spanien umfaßt rund vier Fünftel der Iberischen Halbinsel, ferner die Balearen, die vor der westafrikanischen Küste gelegenen Kanarischen Inseln sowie die afrikanischen Exklaven Ceuta und Melilla, was einer Gesamtfläche von 504 749 km² entspricht. Wenig bekannt ist, daß das Land mit einer durchschnittlichen Höhenlage von 600 m über dem Meer — nach der Schweiz —zu den höchstgelegenen Staaten Europas zählt.

Landschaft, Klima, Vegetation

Landschaft und Klima des iberischen Festlands sind von so starken Gegensätzen geprägt, daß sie Spanien als einen Kontinent im kleinen erscheinen lassen. Im Norden stellen die Pyrenäen die natürliche Grenze zu Frankreich dar (höchster Berg: Pico de Aneto, 3404 m). Nach Westen hin schließt sich ihnen die Cordillera Cantäbrica an, die zusammen mit den Montes de Lehn im Nordwesten und der Cordillera Central im Süden die altkastilische Hochebene (600-800 m) umrahmt. Bekannteste Gebirgszüge der Cordillera Central sind die Sierra de Guadairama (2430 m) und die Sierra de Gredos (2592 m). Begrenzt die Cordillera Ibarica das obere Ebrotal nach Süden hin, so schiebt sich die Sierra Morena wie ein Riegel zwischen die Hochflächen Neukastiliens und das Tal des Guadalquivir. Zur Cordillera B6tica im Süden gehören auch die Schneegipfel der Sierra Nevada mit dem höchsten Berg Festlandspaniens, dem Mulhacdn (3482 m).
Zusammen mit der Cordillera lberica bildet die Cordillera Bßtica die iberische Wasserscheide, die wie ein großer, nach Westen geöffneter Bogen die zentralen Hochflächen umschließt. Daher mündet von den großen Flüssen nur der Ebro ins Mittelmeer, die anderen fließen zum Atlantik. Duero (Douro), Tajo (Tejo) und Guadiana durchqueren die Halbinsel und münden an der portugiesischen Küste.
Klimatisch lassen sich in Spanien drei Großregionen unterscheiden. Das feuchte Iberien — vom Norden Kataloniens bis nach Galicien — unterliegt starken atlantischen Einflüssen. Dieses Gebiet kennzeichnen mäßig warme Sommer (Tagestemperaturen um 20-23 °C) und milde, aber sehr feuchte Winter. Galicien ist mit 2500 mm Jahresniederschlag eines der regenreichsten Gebiete Europas. Das sommertrockene Iberien umfaßt einen Großteil des Binnenlands sowie die Küstengebiete im Osten und Süden. Im Binnenland trägt das Klima deutlich kontinentale Züge: Die Sommertemperaturen steigen tagsüber auf 28-30 °C an, sinken nachts auf 15-17 °C ab. Im Winter fällt in Hochlagen sogar Schnee, während eisige Winde über die Ebenen wehen. An der Küste wirkt das Meer temperaturausgleichend. Niederschläge sind vorwiegend im Herbst und Winter zu verzeichnen. Den südöstlichen Küstenstreifen Andalusiens (um Almeria) sowie die Extremadura bezeichnet man als das trockene Iberien. Regen fehlt dort auch in der kühleren Jahreszeit. Andalusien zählt mit ca. 300 mm pro Jahr zu den regenärmsten Regionen Europas.
In enger Beziehung zu Klima und Landschaft steht die Vegetation, die durch den Eingriff des Menschen stark verändert wurde. An die Stelle der natürlichen Steineichen- und Kiefernwälder ist vielerorts die maqui, eine Strauchvegetation, getreten. Sie kennzeichnen Pflanzen wie der Wilde Ölbaum, der Erdbeerbaum, Ginster, Zistrose, Thymian und Heidekrautarten. Eine Sonderstellung nehmen die alpine Flora in den Pyrenäen und den Picos de Europa sowie die Wüstenvegetation der südöstlichen Mittelmeerküste ein.

Bevölkerung, Sprache, Religion

Spanien ist mit derzeit knapp 40 Mio. Einwohnern und einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 78 Einw./km2 vergleichsweise dünn besiedelt. Allein ein Viertel der Bevölkerung konzentriert sich in den Großstädten Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilb(a)o, während man im Binnenland und in den steppenähnlichen Gebieten der Extremadura, Andalusiens und in der Nähe von Almeria nahezu menschenleere Landstriche findet.
Offizielle Sprache ist das Castellano (Kastilisch), das mit leichten phonetischen Unterschieden im ganzen Land gesprochen wird. Daneben existieren drei weitere Sprachen: Das Galicische ist dem Portugiesischen verwandt, das Katalanische (Catalä) dem Französischen, das Baskische (Euskera) besitzt jedoch keinerlei Gemeinsamkeiten mit einer anderen europäischen Sprache. Wissenschaftler vermuten Zusammenhänge mit kaukasischen Dialekten und einen starken keltischen Einfluß. Mit der Autonomie der Regionen Galicien, Katalonien und Baskenland.

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Stier durchbohrt Kiefer von Star-Torero

Sonntag, 23. Mai 2010 9:27

Der berühmte spanische Torero Julio Aparicio ist nach einem spektakulären Stier-Angriff in der Arena von Madrid am Kiefer operiert worden & hat aber offenbar gute Genesungschancen. Der 41-Jährige befand sich am Samstag in der Intensivstation des Krankenhauses 12. Oktober in der spanischen Hauptstadt. Bei dem Unglück am Freitag bohrte der Stier sein Horn von unten durch den Kiefer des Toreros.
Besonders schockierend an dem Anblick war, dass das Horn durch den Mund wieder austrat. Es sei ernst gewesen, sagte Julitos Aparicio. Der Vater von Julio Aparicio meinte. “Fast sein ganzer Mund wurde zerstört.” Aparicios Agent äußerte sich skeptisch, ob der Torero die Verletzungen seelisch überhaupt wegstecken kann. “Psychologisch wird das für ihn sehr hart.”

Ausrutscher in Arena

Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in der Stierkampf-Arena von Madrid. Nachdem Aparicio ausgerutscht war, konnte er dem auf ihn zurennenden Stier nicht mehr entkommen. Die Attacke war für den Torero lebensgefährlich. Den Chirurgen gelang es indes nach Angaben des Krankenhauses, die betroffenen Gewebe wiederherzustellen. Er wurde von einem Ärzteteam in der Nacht mehrere Stunden lang operiert. Aparicio sei inzwischen wieder bei Bewusstsein und sein Kreislauf sei stabil, sagte ein Krankenhaussprecher.

Vater ebenfalls berühmter Torero

Noch am Abend vor dem Unglück hatte Aparicio im südfranzösischen Nîmes die Zuschauer eines Stierkampfes in seinen Bann geschlagen. Der Vater von Julito Aparicio hatte in den 1950er Jahren als Torero für Furore sorgte.

-> Es verliert nicht immer der Stier “HART ABER WAHR”

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Spanien und seine Facetten

Samstag, 22. Mai 2010 10:04

Spanien kennt man gemeinhin als das Land des feurigen Flamenco und des mythischen Stierkampfs, als Badedorado und Pilgerland der Kulturtouristen. Im Grunde aber ist es wenig klischeehaft, ist sein Bild vielmehr ein interessantes Mosaik. Als Einstieg der kühlere Norden mit dem eigenwilligen Baskenland, dem bizarren Massiv der Picos de Europa, den Pilgerorten des lakobswegs und seiner Krönung: Santiago de Compostela. Weiter südlich Altkastilien — Land der Burgen und Königsstädte, deren Stern zu leuchten begann, als die christlichen Reiche um die Jahrtausendwende ihre Herrschaft gegen die maurischen Potentaten ausdehnen konnten.
Dann wie die Nabe eines Rads: Madrid. Zentraler kann eine Landeshauptstadt kaum liegen. Madrid, Kulturhauptstadt Europas 1992, ist ein kultureller Superlativ in Neuinszenierung, seit der Demokratisierungsprozeß nach Francos Tod neue künstlerische Kräfte freisetzte, doch auch eine Stadt mit Problemen, wie sie Europa auch andernorts kennt: Arbeitslosigkeit, Drogenkriminalität und drohender Verkehrskollaps. Dann Madrids Umland — Neukastilien, Extremadura, La Mancha— flach, leer, Land der legendären Windmühlen eines Don Quijote, gezeichnet von der Landflucht. Die kulturelle Klammer zu  Andalusien bildet Toledo, dessen vornehmlich jüdische Gelehrte zu Zeiten der arabischen wie christlichen Herrschaft bedeutende Vermittler ganz gegensätzlicher Kulturen waren. Andalusien, an der Schwelle zur islamischen Welt, steht heute im Spannungsfeld zwischen der alten maurischen Kunst, deren Schönheit und Eleganz in Spanien kaum Parallelen kennt, und dem devisenträchtigen Sonnen- und Badekult des 20. Jahrhunderts. Wo anders könnte er mehr Zulauf finden als an der Costa del Sol, die ihren Besuchern in Reichweite eines Tagesausflugs so märchenhafte Sehenswürdigkeiten wie Granadas Alhambra offeriert. Die Levante, Spaniens Küste zwischen Almeria und Valencia, besitzt eine jahrhundertealte Tradition des Handels wie des Bewässerungsfeldbaus, eindrucksvoll dokumentiert in den prächtigen Stadtpalästen der Handelsherren und Grundbesitzer in Städten wie Valencia und Alicante. Schließlich im Nordosten Katalonien, stolz auf seine eigene Sprache und Kultur, seine zauberhaften Strände und herben Berglandschaften der Pyrenäen und auf seine Hauptstadt Barcelona, die agile Hafenstadt, in der zum 500. jahrestag der Endeckung Amerikas 1992 die XXV. Olympische Sommerspiele stattfanden.

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Ferien im Sattel

Dienstag, 11. Mai 2010 1:51

Wer statt Strand und Sonne mehr das Abenteuer sucht, dem bieten zwei andalusische Adelige einen Urlaub im Sattel ihrer Pferde: Don Alvaro de Domecq-Romero in Jerez de la Frontera und der Marques Antonio de Llomelini Tabarca in Alora. Beide besitzen Reitschulen und organisieren 14tägige Rundritte auf leichtrittigen hispano-arabischen Gebirgspferden. Übernachtet wird in guten Hotels oder kleinen Gasthöfen. Die Ritte von täglich zwei bis sechs Stunden mit gelegentlicher Rast in typischen Landgasthäusern machen abends angenehm müde, aber nicht kaputt.
Auskunft bei uns oder direkt unseren Partner in Spanien.

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Flamenco in einer Handelsstadt am Nordrand der Sierra Nevada

Montag, 10. Mai 2010 16:51

Guadix In alter Zeit wichtige Handelsstadt am Nordrand der Sierra Nevada. Von der einstigen Bedeutung zeugen die Maurenburg (15. Jh.) und die Kathedrale mit Renaissance- Glockenturm und barocker Fassade. Nahebei die Höhlenwohnungen von Barrio de Santiago und die Höhlensiedlung v. Purullena. Huelva: Bedeutender Atlantikhafen (Export von Kupfererzen) und wichtige Industriestadt (Fischverarbeitung, Konserven, chemische Produkte). 1755 wurde die Stadt durch das Erdbeben von Lissabon zerstört. Sehenswert sind das nahe Kloster La Räbida und der kleine Hafen Palos de la Frontera, wo Kolumbus 1492 zu seiner Entdeckungsfahrt auslief.
Jaen: Am Rande der Sierra Jabalcuz gelegene Stadt mit bedeutender Olivenproduktion. einst Hauptstadt eines Taifa-Königreiches. Beachtung verdienen die Kathedrale (Andres de Vandelvira, Baubeginn 1540) mit schöner Ausstattung (u. a. Kirchenschatz und die verehrte Reliquie Santo Rostro), die Capilla San Andres (innen plateresker Stuck und prächtiges Ziergitter), das in einen Parador umgewandelte Kastell Santa Catalina und das Provinzialmuseum. Jerez de la Frontera: Die Stadt ist weltberühmt durch die in der Gegend angebauten Weine (viele Kellereien sind zu besichtigen). Sehenswert sind die Kirchen Santiago (spätgotisches Portal), San Miguel (gekachelter Turm), San Dionisio (Altar im Mudöjar-Stil) sowie prächtige Herrschaftshäuser. Lanjarön: Heilbad für Leber- und Nierenleiden mit malerischem Ortsbild nahe Las Alpujarras. Malage: Weltberühmte Weinstadt, durch ihre malerische Lage an einer Meeresbucht und besonders angenehmes Klima begünstigt. Von den Phöniziern gegründet und nacheinander von Griechen, Karthagern, Römern, Westgoten und Mauren besetzt, wurde die Stadt erst 1487 von den Christen zurückerobert. Sehenswert sind vor allem die Kathedrale (1528 an der Stelle einer Moschee von Diego de Siloö begonnen, durch Erdbeben teilweise zerstört, ab 1719 Auf- und [unvollendeter] Weiterbau), das Sagrario (16. Jh.) mit spätgotischem Portal und einem plateresken Retabel, der Erzbischöfliche Palast, die Ruinen der Alcazaba mit römischen Bauresten (in den sog. Cuartos de Granada ein archäologisches Museum und die ehem. Zitadelle Gibralfaro (14. Jh.) sowie das Museo de Bellas Artes (u.a. mit schöner Picasso-Sammlung). Nahe der Stadt die Finca de la Concepciön, ein herrlicher Park mit tropischen Gewächsen. Einer der ältesten und vornehmsten Badeorte an der Costa del Sol. Die Altstadt hat sich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Motril: Lebhaftes Landwirtschaftszentrum mit hübschem Fischer- u. Handelshafen. Koierja: Badeort mit herrlichem Blick auf Meer und Gebirge vom sog. Balkon Europas, einer palmengeschmückten Promenade. Nahe der Stadt riesige Tropfsteinhöhlen mit Spuren prähistorischer Besiedlung.
Osuna: Ehemal. Residenz der gleichnamigen Herzöge mit eleganten Barockpalästen, einer verschwenderisch dekorierten Barockkirche mit der Grabkapelle der Osuna. Puerto de Santa Marfa: Alter Fischerhafen und bedeutender Umschlagplatz für Jerez-Weine (sehenswert die Bodegas). Von Bedeutung die Burg San Marcos der Herzöge von Medinaceli.

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Buntes Leder aus Ronda

Donnerstag, 6. Mai 2010 12:00

Wenn man sie sieht, die farbenfrohen Lederarbeiten. dann ahnt man nicht, daß die Kunstfertigkeit der „Talabarteros? ihren Ursprung in einem vergleichsweise finsteren Gewerbe hatte: dem Schmugglertum. Viele Einwohner Rondas lebten von diesem gefährlichen Geschäft. Da ihr Gedeih und Verderb aber abhing von der Furchtlosigkeit und Trittsicherheit ihrer Mulis und Pferde, schmückten sie die Tiere zum Dank mit kunstvoll gearbeitetem Zaumzeug.
Das Material ist Segeltuch aus Mälaga, Wolle und Leder aus Ronda und Kupfer aus Huelva. Ihre Berufsbezeichnung „Talabartero? leitet sich von „talabarte?, auf deutsch: Wehrgehänge, ab. Es ist bis heute ein reines Männerhandwerk geblieben.
Noch heute fertigen die Talabarteros farbenfrohes und prunkvolles Zaumzeug an für Besteller aus aller Welt, aber auch einfache und kleine Dinge für den täglichen Gebrauch: Kissen, Gürtel, Taschen und jene aus einer unverwüstlichen Grasart geflochtenen Körbchen, mit denen die Andalusierinnen ihre Blumentöpfe an die Häuserwände hängen. Ein Talarbatero stickt seine geometrischen Muster übrigens nicht nach Zeichnungen, sondern wiederholt aus dem Kopf die seit Generationen in der Familientradition überlieferten Formen und Farben. Die handgefertigten Lederarbeiten von Ronda sind natürlich teurer als die überall angebotenen Industrieprodukte.
Sie sind in ihrer Art aber auch unverwechselbar und haben von ihrer besonderen Farbgebung her und auch von ihrer „dunklen? Tradition einen eigenartigen, einmaligen Reiz.

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Flamencotanz in Flamencokleidern

Dienstag, 27. April 2010 21:00

Flamenco bei einem Fest der Zigeuner

Flamenco bei einem Fest der Zigeuner

Typische Tracht auf einem Fest. Ländliches Pfingstfest im Wallfahrtsort el Rocio. Flamenco Tanz unter Eukalyptusbäumen in Flamencokleidern. Fröhliches Fest im spanischen Stil.

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Roßhandel

Dienstag, 27. April 2010 1:31

Andalusischer Reitzaum

Andalusischer Reitzaum

El Habichuela, ein Zigeuner aus Almeria, wollte einem Stammesgenossen ein Pferd abkaufen. Während er mehrere Tiere beobachtete und genau abschätzte, kam das siebenjährige Söhnchen des Händlers gelaufen und begann zu greinen: „Papa, lieber Herzenspapa, unseren Apfelschimmel darfst du nicht hergeben.“ Diese herzzerreißende Szene bewog El Habichuela, den Apfelschimmel zu erwerben. Aber einige Tage später stand er wieder vor dem Haus des Roßtäuschers, der diesen Besuch wohl zu deuten wußte. „Verkauft ist verkauft“, sagte er. El Habichuela ließ ihn nicht weiterreden. „Unser Handel gilt“, beruhigte er den Verkäufer, „ich komme nur wegen des Buben. Den mußt du mir unbedingt leihen, bis ich den Apfelschimmel wie­der losgeschlagen habe.“

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Federico Garcia Lorca über den Duende, den Dämon

Montag, 26. April 2010 16:31

Flamenco-Röcke – Flamenco-Kleider – Flamenco Oberteile

Die großen Zigeuner- oder Flamencokünstler Südspaniens, mögen sie nun singen, tanzen oder Musik machen, wissen, daß keine Erregung möglich ist, ohne daß der Dämon kommt. Sie täuschen die Leute und können den Dämon vorspiegeln, ohne von ihm besessen zu sein, so wie euch täglich Autoren oder Maler oder literarische Modemacher ohne Dämon täuschen; aber es genügt schon, ein bißchen aufzupassen, der Gleichgültigkeit nicht nachzugeben, um den Schwindel zu entdecken und ihn samt seinem plumpen Gemächsel davonzujagen.

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Die andalusische Sängerin Pastora Pavön, „La Nitia de los Peines, dieses düstere bispanische Genie, die an Möglichkeit der Phantasie Goya oder Rafael el Gallo gleicht, sang einmal in einer kleinen Taverne in Cddiz. Sie spielte mit ihrer Stimme aus dunklen Schatten, mit ihrer Stimme aus geschmolzenem Zinn, mit ihrer moosbedeckten Stimme; sie verwickelte sie mit ihren Haaren, befeuchtete sie mit Manzanilla oder verlor sie in verborgnen fernen Gestrüppen. Vergeblich; zwecklos. Die Zuhörer blieben stumm .. .

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Da war auch Eloisa, die brünstige Aristokratin, die Hure Sevillas, welche direkt von Soledad Vargas abstammte, die um das Jahr 1830 nicht mit einem Rothschild sich verheiraten wollte, weil er ihr von weniger edlem Blut schien. Auch die Florida waren anwesend, die jedermann für Metzger hielt, die aber in Wirklichkeit tausendjährige Priester sind und fortfahren, dem Geryones Stiere zu opfern; und in einer Ecke saß der imposante Viehzüchter Don Pablo Murube mit dem Gesicht einer kretischen Maske. Pastora Pavön schloß inmitten des Schweigens.

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Nur ein winziges Männchen von der Art jener kleinen Tanzmännlein, die plötzlich den Branntweinflaschen entsteigen, flüsterte sarkastisch: „Es lebe Paris!”, wie wenn er damit sagen wollte, hier interessiert uns keine Befähigung, keine Technik, keine Meisterschaft. Hier interessiert uns etwas ganz anderes.

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Da schoß „La Nifia de los Peines” wie wahnsinnig in die Höhe, auseinandergerissen wie ein mittelalterliches Klageweib, trank mit einem Zug ein großes Glas Cazalla, der wie Feuer ist, und fing zu singen an: ohne Stimme, ohne Atem, ohne Nuancen, mit verbrannter Kehle — aber mit Dämon. Es war ihr gelungen, das ganze Gerüst des Liedes zu zertrümmern, um einen wilden, versengenden Dämon durchbrechen zu lassen, einen Freund der Sandstürme; der brachte es fertig, daß die Zuhörer
sich die Kleider in Fetzen rissen, wie das die vor dem Bildnis der heiligen Barbara zusammengeballten Antillenneger bei ihrem Ritus in fast gleichem Rhythmus tun.

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„La Niiia de los Peines” mußte ihre Stimme zerfetzen, weil sie wußte, daß erlesene Leute ihr zuhörten, die keine Formen sondern das Mark der Formen verlangten; reine Musik mit gerade noch soviel Substanz, um sich in der Luft zu halten. Sie mußte sich des Wissens und der Sicherheiten begeben, das heißt ihre Muse fortschicken, verlassen und schutzlos bleiben, bis ihr Dämon kommen und sich herbeilassen würde, Leib gegen Leib mit ihr zu kämpfen. Und wie sie sang! Ihre Stimme spielte nicht mehr: Ihre Stimme war ein Blutstrahl, geadelt durch Schmerz und Ernst; sie öffnete sich wie eine Hand mit zehn Fingern, die Juan de Juni aus den durchnagelten, aber sturmdurchtobten Füßen Christi gemacht hat.

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Vor Jahren, hei einem Tanzwettbewerb in Jerez de la Frontera, trug eine Achtzigjährige den Preis davon gegen die schönsten Frauen und jungen Mädchen mit Hüften wie quicke Weilchen; und zwar einzig und allein dadurch, daß sie die Arme hochstieg, den Kopf in den Nacken warf und einmal mit dem Fuß aufs Podium stampfte. So also mußte in der Versammlung von Musen und Engeln, von Frauenschönheit und Schönheit des Lächelns dennoch jener todnahe Dämon gewinnen, der seine Flügel aus rostigen Messern über den Boden schleifte.

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