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Wieso kann man auf einem Pferd reiten?

Sonntag, 9. Mai 2010 23:43

Einem Pferd fällt das Tragen eines Menschen nicht so leicht, wie es für uns Zweibeiner aussieht. Der Körper des Tieres ist von Natur aus nämlich gar nicht für das Reiten geschaffen. Das verrät ein Blick auf das Knochengerüst des Pferdes: Der vermeintliche Tragebalken, die Wirbelsäule, verbindet wie ein Brückenteil die „Stützpfeiler? aus Vorder- und Hinterbeinen. Eine clevere Konstruktion — die allerdings auf Dauer nur das Eigengewicht des Tieres halten kann. Drückt eine zusätzliche Last von oben auf den Rücken, zieht sich der Rückenmuskel zusammen, um sie zu halten. Er ermüdet jedoch schnell, weshalb die Brücke schon nach kurzer Zeit durchhängt. Es sei denn, starke „Seile? gehen ihr einen Extra-Halt.
Ein Pferd besitzt solche Halteseile. Sie sind als Bänder und Muskelstränge in Kopf, Hals und Oberschenkeln angelegt. Das erste Band, der „Nackenstrang?, verläuft vorn Hinterkopf den Nacken hinunter bis zum Widerrist, einer Wölbung zwischen Halsansatz und Rücken. Dort schließt das Rückenband an. Gleichzeitig gehen seitlich vom Widerrist fächerförmig die Stränge der Nackenplatte ab.
All diese Bänder sind miteinander verbunden,was bei jeder Bewegung eine Kettenreaktion auslöst. Senkt das Pferd etwa den Kopf derart, dass, Nacken und Rücken eine Linie ergeben, wird die Halswirbelsäule gestreckt. Dadurch spannen sich der Nackenstrang und die Fächerstränge der Nackenplatte.
Sie übertragen ihre Zugkraft auf das Rückenband und richten ganz automatisch den Widerrist auf. Dessen Aufwärtsbewegung wiederum zieht die Rücken- und Lendenwirbel mit. Der gesamte Rücken hebt sich! Die Brücke wird sicher verspannt und hängt zudem so hoch, dass sich der Rückenmuskel frei bewegen und das Pferd ungebremst laufen kann. Soll diese Brückenkonstruktion nun auch noch das Gewicht des Reiters tragen, müssen diese Halteseile jedoch verstärkt werden. Das heißt, das Pferd muss seine Bänder und Muskeln trainieren. Ein solches Krafttraining gehört zur Grundausbildung eines jeden Jungtiers und beginnt oft lange, bevor es zum ersten Mal einen Sattel spürt. Vernachlässigt der Reiter diese Übungen, bilden sich die Bänder und Muskeln zurück. Die Seile verlieren an Dicke, die Brückenkonstruktion wird wackelig.
Dem Pferd bleibt dann nichts anderes, als die Last des Reiters mit seinem Knochengerüst zu wuchten. Ein Versuch, bei dem das Tier Schaden nimmt. Wer sein Pferd also nicht kaputtreiten möchte, muss ausreichend Zeit in das Training stecken und wissen, was er im Sattel tut.

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Leder stammt von einem Tier.

Montag, 19. April 2010 18:13

Leder ist ein Naturprodukt, denn es stammt aus der Natur, genauer von einem Tier. Dies können Exoten wie Fisch, Känguru, Schlange oder Kro­kodil sein, meist sind es Rind, Kalb und Schwein, daneben geht es Schaf, Ziege, Hirsch, und ja, manchmal auch Pferden, ans Leder. Das typische Leder für Geschirr, Sättel und Trensen ist vollnar­biges Rindsleder bzw. Blankleder, welches ein pflanzlich gegerbtes naturelles oder gefärbtes Rindsleder ist. Für Schuhe und Stiefel kommen verschiedene Tier- und Lederarten zum Einsatz. Führt man sich den Unterschied zwischen einem Fisch und einem Rind vor Augen, ist schnell klar,
dass die Tierart großen Einfluss auf die physika­lischen Eigenschaften des späteren Leders hat. Die typische Hautstruktur des Tieres prägt zudem das spätere Erscheinungsbild des Schuhs.
Doch nicht nur die Tierart spielt eine Rolle. Auch wie das Tier gehalten wurde, kann der Experte am Leder ablesen. Um beim Beispiel Rind zu bleiben: Als besonders gut gilt die Haut von Rindern, die im Alpenraum auf Almwiesen leben durften. Bei ihnen fehlen schädliche Einflüsse, die später die Qualität des Leders vermindern. Dies sind Spuren von Insekten- oder Gabelstichen, Narben, Krat­zer von Dornen und Hörnern etc. „Eine schlechte Tierhaltung legt den Grundstein für minderwer­tiges Leder’) bestätigt Manuela P., Sattler‑
meisterin aus Bad O. sowie Inhaber & Dozentin einer Meisterschule für Sattler Feintäschner. „Mist und Urin greifen die Haut und machen sie fleckig.” Auch beim Schlack und Abziehen kann das Leder beschädigt oder sogar unbrauchbar werden. Während die Hersteller hochwertiger Lederprodukte schon an dieser Stelle auf Qualität achten, greifen andere womöglich zu Methoden, die diese Spuren der Minderwertigkeit verschwinden lassen, indem etwa oberste Schicht abgetragen oder überdecktes wird.

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